Aluminium
[zu lat. alumen »Alaun«] das, chem. Symbol Al, metall.
Element aus der 3. Gruppe und 3. Periode des Periodensystems.
Ordnungszahl 13, relative Atommasse 26,9815, Dichte 2,702 g/cm3, Schmelzpunkt
660,4 ºC, Siedepunkt 2467 ºC.
A. ist ein silberweißes, sehr dehnbares Leichtmetall mit hoher elektr.
Leitfähigkeit, das durch Legierungszusätze sehr gute mechan. Eigenschaften aufweist. A.
ist gegen Sauerstoff und Feuchtigkeit unempfindlich, da es eine dünne dichte Oxidschicht
bildet. In der Natur kommt A. nur in Verbindungen vor, z.B. Feldspat, Glimmer und Tone; es
ist das dritthäufigste Element der Erdkruste (über 8 %). Wichtigster Rohstoff für die
Aluminiumgewinnung ist der Bauxit. Großtechnisch wird A. v. a. durch elektrolyt.
Zersetzung von in einer Kryolithschmelze gelöstem reinem Aluminiumoxid dargestellt, das
aus Bauxit nach dem Bayer-Verfahren hergestellt wird. Es beruht darauf, dass sich
die Aluminiumhydroxide des fein gemahlenen Bauxits in Natronlauge bei höherer Temperatur
leicht lösen und dass sich aus der vom Rückstand (Rotschlamm) abgetrennten, verdünnten
Aluminatlauge beim Abkühlen nach Impfen mit frischem Aluminiumhydroxid als
Kristallisationskeim reines Aluminiumhydroxid abscheidet. A. wird rein oder legiert als
Werkstoff verwendet, bes. im Fahrzeug- und Flugzeugbau, in der Elektroind. und im
Bauwesen.